Grundsetzliche Vorgaben durch den Lehrplan:
Ziel des Unterrichts muss es sein, aufbauend auf der Arbeit der Sekundarstufe I eine gemeinsame
Grundlage für die weitere Arbeit in der Oberstufe zu schaffen. Dabei haben kompensatorische
Aspekte im ersten Halbjahr noch Bedeutung. Im methodischen Bereich müssen die Kompetenzen
und Arbeitstechniken auf einen gemeinsamen Stand gebracht und vertieft werden.
Arbeitsformen wie z.B. Gruppenarbeit und Mitbestimmung bei der Unterrichtsgestaltung tragen
der größeren Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler Rechnung.
Besonders im Fach Deutsch ist es Ziel, die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler
so weiter zu entwickeln, dass sie in der Lage sind, schriftlich und mündlich klar zu gliedern und
zu formulieren, Sachverhalte deutlich zu beschreiben, begründet und differenziert zu argumentieren,
Texte methodengeleitet zu interpretieren und Zusammenhänge in freier Rede vorzustellen.
Sprachlicher Ausdruck, Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung müssen weitgehend
sicher beherrscht werden; die Schülerinnen und Schüler müssen hier vorhandene Defizite eigenständig
beheben.
Inhaltlicher Rahmen für das erste Halbjahr der Jahrgangsstufe 11
Inhaltlicher Gegenstandsbereich des ersten Halbjahres ist das Feld der Identitätsfindung. Dieses Thema kann anhand von Kurzgeschichten und Gedichten behandelt werden. In einer Einheit zur Epik sollten den Schülerinnen und Schülern zentrale Grundsätze des Erzählens vermittelt werden. In diesem Zusammenhang ist zudem in diesem Halbjahr eine Ganzschrift zu lesen, die im 20.- oder 21. Jahrhundert angesiedelt ist. Dieses Werk muss nicht zwangsläufig im Deutschsprachigen Raum erschienen sein, sollte jedoch im weitesten Sinne der Weltliteratur zugehörig sein bzw. einem gewissen literarischen Anspruch genügen.
Eine weiterer Themenkomplex stellt die menschliche Kommunikation dar. In diesem Zusammenhang sollten die Schülerinnen und Schüler mit den einschlägigen Kommunikationsmodellen (Shannon & Weaver, Watzlawick, Schulz von Thun, ggf. auch das sog. Organon-Modell) vertraut gemacht werden.
Inhaltlicher Gegenstandsbereich des zweiten Halbjahres ist die literaturgeschichtliche Aufarbeitung der literarischen Aufklärung sowie des Sturm und Drangs anhand exemplarischer Werke.
Im Hinblick auf die Aufklärung ist entweder "Emilia Galotti" oder aber "Nathan der Weise" von G.E. Lessing als Ganzschrift zu lesen; im Hinblick auf den Sturm und Drang der "Werther" als Ganzschrift sowie - zur Vermittlung wesentlicher Arbeitstechniken - Gedichte aus eben dieser Epoche.
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