RHS-Redaktion 21.12.2007

Fürchte dich nicht!

Weihnachtsgottesdienst an der Ricarda-Huch-Schule

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Bildquelle privat

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Fürchte dich nicht!

Dieser Aufruf der Weihnachtsgeschichte zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, den Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 unserer Schule gemeinsam mit mir zum Beginn der Weihnachtsferien vorbereitet haben.

" Fürchte dich nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren soll: euch ist heute der Heiland geboren!"

Die himmlische Botschaft (Lukasevangelium, Kapitel 2) wurde während des Gottesdienstes immer wieder hinein gesprochen in dargestellte beängstigende Situationen, die sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen aus dem Alltag oft leidvoll vertraut sind:
da gibt es die Angst der Schüler vor den Eltern, wenn die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt werden, oder auch die Ängste, die manche/r SchülerIn im Unterricht aushält, wenn das Augenmerk des Lehrers auf sie oder ihn fällt.

Die SchülerInnen vergaßen in ihren Szenen auch die Ängste der LehrerInnen nicht, die das Betreten einer Klasse auslösen kann, ebenfalls nahmen sie das manchmal bedrückende, erschreckende Verhalten von SchülerInnen untereinander und die Ängste, die das Leben außerhalb von Schule mit sich bringt, in den Blick.

"All das ist unverkennbare Realität, die nicht wegzureden ist. Zugleich soll aber genau in dieser Wirklichkeit die Botschaft von Weihnachten gelten und sich Platz schaffen. Die Nachricht von Gottes Anwesenheit in einem Kind bringt die Würde jedes einzelnen Menschen, auch des kleinsten, zum Ausdruck!" (Roth-Nagel)

So erzählten zwei Schülerinnen in der Predigt, wo und wie sie ganz konkret im Alltag erfahren, dass Angst nicht das letzte Wort hat, sondern durch Unterstützung von anderen Menschen und auch durch das Beten zu Gott kleiner, erträglicher wird und so Aufatmen und Leben, eben neue Schritte, möglich sind.

" Fürchte dich nicht!"

Diese Zusage wurde auch in den Gebeten und den Liedern des Gottesdienstes deutlich.
" Go, tell it on the mountains" und das " Leuchten wie Silber und Gold" begleiteten Rolf Weinreich und eine SchülerInnengruppe mit Gitarre und Gesang, das traditionelle " O, du fröhliche" konnte die versammelte Gottesdienstgemeinde mit Unterstützung der Orgel singen, die von Andrea Fiedler gespielt wurde.

" Weihnachten, das heißt nicht, dass alles so bleibt wie es ist-
Weihnachten, das heißt, dass alles so wird, wie es sein soll!"

Diese Worte aus einem Gedicht von Andrea Schwarz standen am Ende des engagierten Gottesdienstes, der einen ermutigenden Ausklang des alten Schul- Kalenderjahres darstellte und hoffentlich für manche/n auch ein befreiendes Licht auf die Ängste des neuen Jahres fallen lässt.

Sabine Roth-Nagel, ev. Schulpfarrerin der Ricarda- Huch - Schule

 

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