RHS-Redaktion 26.05.2009

Bewegende Mittagszeit – die Ricarda bringt ihre Kleinsten in Wallung

Die „Bewegte Mittagspause“: Ein Puzzleteil mehr auf dem Weg zur Ganztagsschule

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Bildquelle OD

Bildunterschrift: Viel Aktion in der bei den Förderstufenkids allseits beliebten bewegten Mittagspause.

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(owd | RHS ) - Dienstagmittag, strahlend blauer Himmel, es ist Punkt ein Uhr, doch die Ricarda atmet nur kurz durch – Ganztagsbetrieb! Mit dem Ausbau hin zur Ganztagsschule sind große Hoffnungen verbunden. Es geht um kein geringeres Ziel, Kindern unterschiedlichster sozialer Herkunft die gleichen Chancen auf einen erfolgreichen Durchlauf des deutschen Bildungssystems zu ermöglichen. Als Kooperative Gesamtschule weiß man hier um die bildungspolitischen Anforderungen und die Gestalt der sozialen Wirklichkeit, schließlich leben und lernen an der Ricarda-Huch-Schule vom Förderstufenschüler bis zum Abiturienten, vom Lernhilfebedürftigen bis hin zum Hochbegabten gemeinsam alle unter einem Dach.

Ganztagsschule bedeutet freilich, auch am Nachmittag lernen zu müssen, doch der Wandel hin zur Ganztagsschule meint vor allem einen Wandel von einer bloßen Lernanstalt hin zu einem gemeinsamen Lebensraum, den die gesamte Schulgemeinde gemeinsam ausgestalten sollte.
Einen wichtigen Beitrag dazu haben Melanie Thielmann und Simon Lukas mit ihrem Konzept zur sog. „Bewegten Mittagspause“ geleistet. Mit ihrem bereits im Februar 2009 initiierten Projekt haben die beiden Sportlehrer ein „bewegendes“ Betreuungsangebot für die Schülerinnen und Schüler der Förderstufe geschaffen. Gerade für die Jüngsten sei es enorm wichtig, so die Initiatoren, dass sie zwischen den Lernphasen mal so richtig abschalten- und sich körperlich „auspowern“ können.

Das Angebot, das noch von den beiden Lehrern angeleitet wird, später jedoch mal im Rahmen sozialer Projekte von älteren Schülern für die „Kleinsten“ der Ricarda-Gemeinde übernommen- und selbsttätig organisiert werden soll, umfasst sowohl ein freies Bewegungsangebot auf dem Schulhof, auf dem die Schüler z.B. Einrad oder Skateboard fahren-, Frisbee, Indiaka oder Badminton spielen können - Spielgeräte, die ihnen per Pfand von Oberstufenschülern ausgehändigt werden - als auch ein täglich wechselndes Spiele-Programm in der Turnhalle. Dort sieht man die stetig wachsende Schülerschar, die das Sportangebot begeistert aufnimmt, beim Tischtennis, Hockey- oder Fußballspiel.

Was die Gestaltung des Programms und die Anschaffung der Sportgeräte betrifft, so hatten die Schüler durchaus Mitspracherecht, so Lukas; eine Selbstverständlichkeit an einer Schule, deren Leitbild vom Credo „Miteinander, Voneinander, Füreinander“ geprägt sei.

© RHS Giessen 2008