Gießener Anzeiger 30.06.2009

Dank für liberale Haltung

Kultusministerin Dorothea Henzler besucht Ricarda-Huch-Schule -
Übergabe von Büchern

Zurück zur Übersicht

 


Bildquelle OD

(v.l.n.r.) Kultusministerin Dorothea Henzler, Landtagsabgeordneter Wolfgang Greilich (FDP) und Klaus Dietz (CDU) sowie Schulleiter Werner Nissel.

Bild vergrößern

 

GIESSEN (fod). Hohen Besuch bekam die Ricarda-Huch-Schule (RHS) in der Dammstraße: Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hatte die Kooperative Gesamtschule ausgesucht, um sich über die Verwendung der Ausgaben für Lehrmittel zu informieren. Schulleiter Werner Nissel und ein Teil des Lehrerkollegiums, darunter die Fachbereichsleiter, sowie eine Abordnung der rund 1300 Schüler empfingen die Ministerin in der Schüler- und Lehrer-Bibliothek.

Auf einem Tisch hatten dort Ella Kunz, verantwortlich für Freie Lehrmittel, und Adelheid Hebeisen, die auch zwölf Jahre nach dem Ende ihrer Lehrertätigkeit an der Schule bei der Organisation des Fachbücherbestands mithilft, mehrere Stapel neu erworbener Schulbücher im Gesamtwert von über 20000 Euro aufgebaut.

Das war jedoch nur die erste Lieferung, denn insgesamt stehen der Schule jährlich ungefähr 40000 Euro an Lehrmitteln zur Verfügung. Weitere Besucher waren die Landtagsabgeordneten Wolfgang Greilich (FDP) und Klaus Dietz (CDU), Ministerialrat Jürgen Sommer, der beim Kultusministerium zuständig ist für Lehrmittelförderung, sowie Arno Bernhardt, Leitender Schulamtsdirektor am Staatlichen Schulamt Gießen.

"Hessen hat als einziges Bundesland die Ausgaben für Lehrmittel erhöht", hob Dorothea Henzler hervor. Nach einer Steigerung um 22 Prozent sei für das kommende Jahr noch einmal eine weitere Erhöhung geplant. "Wir hoffen, dass somit alle fünf Jahre ein Austausch sämtlicher Bücher stattfinden kann", sagte die Ministerin.

Werner Nissel dankte Henzler jedoch nicht nur für die Gewährung der finanziellen Ressourcen, sondern auch für die vom Kultusministerium den hessischen Schulen gegebene Selbstverantwortlichkeit, die an der Ricarda-Huch-Schule dazu genutzt wurde, auf eigenen Wunsch wieder zu G9 zurückzukehren. "Wir danken Ihnen für diese liberale Haltung, mit der Sie uns ermöglichen, unseren eigenen Weg zu gehen", so der Schulleiter. Dorothea Henzler räumte zwar ein, die FDP sei "immer für G8 gewesen", doch erkannte sie auch die Vorteile, die sich dadurch in Gießen ergeben: "Die Eltern haben hier nun die Wahlmöglichkeit."

Zudem informierte der Schulleiter den Gast, dass sich die RHS gerade im Aufbau zu einer offenen Ganztagsschule befinde und bereits eine pädagogische Mittagsbetreuung mit zwischenzeitlicher Mahlzeit anbiete. Darüber hinaus gebe es ein Bewegungsangebot in den Pausen und würden Konflikte durch Mediation gelöst.

Dorothea Henzler zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der Ricarda-Huch-Schule in den vergangenen Jahren. "Machen Sie weiter auf Ihrem eingeschlagenen Weg", ließ sie die Verantwortlichen wissen. Als Geschenk überreichte Nissel der obersten Dienstherrin schließlich noch ein Buch der Schulnamensgeberin Ricarda Huch sowie eine Musik-CD, auf der sich unter anderem die Schulhymne befand.

 

© RHS Giessen 2008