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Ungeachtet der Erfolgsgeschichten wie sie etwa mit den Harry-Potter-Bänden geschrieben wurden, verlieren Jugendliche laut verschiedener Studien immer mehr die Lust am Lesen. Gaben im Jahre 1995 noch 60 Prozent der 14- bis 19 Jährigen an, Lesen sei ihr liebstes Hobby, sind es heute nur noch etwa 45 Prozent, die von sich behaupten, gerne zu lesen. Diese Zahlen erscheinen alarmierend, denn das Lesen gilt in unserer multimedialen Wissensgesellschaft als eine der bedeutsamsten Kernkompetenzen überhaupt. Wer das Lesen nicht ausreichend erlernt, läuft in Gefahr, in der beruflichen wie privaten Sozialisation schwere Defizite zu entwickeln. Dies zielt gar nicht mal nur auf die Anforderung, Informationen sinnstiftend zu verarbeiten, sondern auch auf die verpasste Chance, über die Literatur Antworten auf die vielen existentialistischen Fragen zu bekommen, die sich gerade für Jugendliche stellen.

An der Ricarda möchte man dieser Gefahr Achtung zollen und setzt für die Kinder der Förderstufe voll auf eine Leseförderung, die vor allem Spaß an der Literatur und dem Lesen vermitteln soll. Neben bestehenden Programmen wie etwa der Lesekiste, Lesenächte, Bibliotheksrallyes u.a. wurde in dieser Woche Projekttage für die Jahrgangsstufe 6 rund um das Thema Buch durchgeführt. 120 Mädchen und Jungen arbeiteten drei Tage lang in ganz unterschiedlichen Workshops; sie stellten Bücher vor, entwickelten Geschichten, dichteten Raps, führten Fotoshootings mit ihren Lieblingsbüchern durch, besuchten die Stadtbibliothek und erlebten eine recht anregende Fragestunde mit dem Mitglied der Akademie des Deutschen Buchpreises und Geschäftsführer der Buchhandlung Holderer Dieter Schormann.
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Fragerunde mit Dieter Schormann |
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