Aus der Ricarda-Redaktion vom 01.03.2010

 Reflexionstag an der Ricarda

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 kommunizierten über ihr Befinden an der Ricarda-Huch-Schule.

 

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Bildquelle: Dinkela

Reflexionstag in der Jahrgangsstufe 11

An der Ricarda hat man es sich zur guten Tradition gemacht, dass man gemeinsam über die eigenen Befindlichkeiten spricht, Problemfelder offen aufzeigt und auch gemeinsam nach Lösungen sucht.

Einen großen Rahmen erhält diese Feedback-Kultur in der Jahrgangsstufe 11 und dies nicht ohne Grund. In der Jahrgangsstufe 11, als Orientierungsphase der gymnasialen Oberstufe, erhält die Ricarda einen großen Zulauf; aus den Schulen des Gießener Umlandes aber auch innerhalb Gießens aber auch von den eigenen Schülerinnen und Schülern aus den 10. Klassen des Gymnasialszweiges sowie des Realschulzweiges.

Sie alle haben ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, bringen unterschiedliches Vorwissen und auch unterschiedliche Bedürfnisse mit, sie müssen sich zunächst einmal zurecht finden - in einem neuen Schulzweig oder gar an einer ganz neuen Schule.

Im Hinblick auf den Lernerfolg aber auch das persönliche Einleben erscheint es so recht sinnvoll, zur Halbzeit der 11. Klasse mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und über deren bisherige Erfahrungen aber auch Sorgen und Nöte zu reden.

 

Die Gesprächsrunden werden an der Ricarda von den Kolleginnen und Kollegen der Fächer Religion und Ethik durchgeführt; sie verfeinern diese mit der nötigen Portion Nächstenliebe und Herzenswärme aber auch - und dies soll an dieser Stelle nicht verheimlicht werden - mit Nervennahrung in Form von Kuchen, Pizza und dergleichen.

Auch in diesem Jahr war im Allgemeinen unter den Schülerinnen und Schülern eine große Zufriedenheit an und mit der Ricarda zu vernehmen, wenn es auch immer wieder Konflikte gibt, die im Anschluss reflektiert und wenn möglich angegangen und behoben bzw. entschärft werden.

Neben der emotionalen Befindlichkeit geht es beim Reflexionstag ferner um Strategien, die den Schülerinnen und Schülern helfen sollen, ihren Lernalltag besser zu bewältigen aber auch um die Erhebung einer persönlichen Kompetenzbilanz, die darauf abzielt, den augenblicklichen Lernstand mit persönlichen Wünschen und Zielen in Beziehung zu setzen. Folgende Fragen stehen bei dieser persönlichen Kompetenzbilanz im Fokus:

  • In welchem Fach / welchen Fächern hat mein Wissen größere Lücken als ich dachte?

  • In welchem Fach / welchen Fächern wurde ich schlechter bewertet, als ich es erwartet hätte?

  • Welche Hilfe zur Verbesserung will ich in Anspruch nehmen?

  • Welche Unterstützung erwarte / erhoffe ich von der Schule?

  • Welche Stärken und Begabungen sind im ersten Halbjahr erkennbar geworden?

  • Wie will ich sie selbstständig weiter fördern?

  • Welche Unterstützung der RHS suche / brauche ich?

 

© RHS Giessen 2008