Siehe auch:
Profilklassen in der Förderstufe
Päd. Mittagsbetreuung
Hausaufgabenbetreuung
Bewegte Pause
Bewegte Mittagspause
|

Wir stehen bereits lange vor Beginn des Übergangs der Kinder von der Grundschule in die Förderstufe mit den meisten Grundschulen unseres näheren und weiteren Einzugsbereichs in enger Verbindung, um so den Übergang der Kinder von der Grundschule in unserer Förderstufe möglichst gut vorzubereiten.
Dabei bemühen wir uns im Zusammenwirken mit den Grundschullehrer/-innen Eltern- und Schülerwünsche bezüglich der neuen Gruppenzusammensetzung weitgehend zu berücksichtigen, wollen gleichzeitig aber auch das Ziel einer sozial ausgewogenen und heterogenen Gruppenbildung nicht aus den Augen verlieren.
Erfolgreiche Förderstufenarbeit kann unseres Erachtens nur gemeinsam mit den Eltern umgesetzt werden. Aus diesem Grunde ist es für uns von besonderer Bedeutung, dass Eltern, die sich im Interesse ihres Kindes für unsere Förderstufe entscheiden, auch bereit sind, sich aktiv in die pädagogische Arbeit einzubringen und am gesamten Schulleben gestaltend teilzunehmen. |
|
Deshalb wird die Schulleitung bei Auswahl und Aufnahme der Schülerinnen und Schüler für die Förderstufe neben sozialer Ausgewogenheit, intellektueller Vielfalt und adäquatem Leistungsvermögen auch das schulbezogene Engagement der Eltern angemessen berücksichtigen. Dies ist insbesondere dann unverzichtbar, wenn der Übergang in den gymnasialen Bildungsgang angestrebt wird.

"Soziales Lernen" sowie "Fördern und Fordern" sind für uns keine Gegensätze, sondern bestimmen seit vielen Jahren die Ziele unserer Förderstufenarbeit nachhaltig. Dabei knüpfen wir selbstverständlich an die Inhalte und Arbeitsformen der Grundschulen an und führen diese in der Förderstufe weiter.
Darüber hinaus beginnen wir in der Förderstufe mit einem systematischen "Methodentraining" (Lernen des Lernens): einem Kommunikationstraining, Übungen zur Teambildung und dem Lernen in Gruppen. Dieses Methodenlernen wird nachhaltig gepflegt und bis in die gymnasiale Oberstufe fortgesetzt.

Im 5. Schuljahr bleiben die Kinder grundsätzlich in allen Fächern im Klassenverband zusammen, wobei wir durch Maßnahmen der inneren Differenzierung versuchen, den unterschiedlichen Begabungs- und Leistungsvoraussetzungen eines jeden Kindes gerecht zu werden. In besonders schwierigen Lernsituationen, z. B. beim Erlernen der Fremdsprache, können allerdings auch pädagogisch notwendige äußere Differenzierungsmaßnahmen realisiert werden.
 |
Der Klassenlehrer bzw. die Klassenlehrerin unterrichtet ca. 8 bis 12 Wochenstunden in der eigenen Klasse. Am Ende oder am Anfang einer Schulwoche werden in einer "Klassenstunde" aufgetretene Probleme gemeinsam aufgearbeitet und anstehende Vorhaben geplant.
Als ein wichtiges Vorhaben in der Förderstufe wird von uns u. a. auch die Durchführung einer mehrtägigen Klassenfahrt gesehen, durch die der gemeinschaftliche Umgang miteinander auch außerhalb der Schule geübt und erfahren werden soll. |
Wir beginnen in der 5. Klasse mit Englisch als 1. Fremdsprache. Kinder mit besonderen Schwierigkeiten oder auch Kinder mit besonderen Fähigkeiten in Mathematik oder beim Erlernen der 1. Fremdsprache können ab dem 2. Halbjahr in der Klasse 5 in einer gesonderten Lerngruppe unterrichtet und gefördert werden, wobei diese Maßnahme allerdings auch von unseren personellen Möglichkeiten abhängt.
Mit der 2. Fremdsprache beginnen wir (Französisch oder Latein) bereits im 2.Halbjahr der Klasse 5 mit einem 2-stündigen "Schnupperkurs", in dessen Verlauf gemeinsam erfahren werden kann, ob die Aufnahme einer 2. Fremdsprache in der Förderstufenzeit für das Kind angemessen ist. Für den Übergang nach der Förderstufe in den Gymnasialzweig ist die Teilnahme am Unterricht in der 2. Fremdsprache ab der Klasse 6 Voraussetzung.
 |
Des Weiteren bietet die RHS interessierten Kindern die Aufnahme in eine Musikklasse bzw. in eine Klasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an.
In der "Musikklasse" wird wöchentlich nachmittags in einer Doppelstunde musiziert, dabei kann auch ein Instrument gelernt werden.
In der Klasse mit erweitertem naturwissenschaftlichen Unterricht wird ebenfalls wöchentlich in einer Doppelstunde nachmittags experimentiert, wobei insbesondere die Bereiche Biologie und Physik (Naturphänomene) im Mittelpunkt stehen. Für Kinder mit anderer Muttersprache wird parallel zum Religions- bzw. Ethikunterricht ein Deutschkurs "Deutsch als Zweitsprache (DaZ)" angeboten. Dieses Unterrichtsangebot wird in der Regel bis ins 8. Schuljahr fortgeführt. |
Der muttersprachliche Unterricht in Türkisch, Griechisch, Spanisch und Italienisch findet nachmittags statt, ebenso der syrisch-orthodoxe Religionsunterricht.
Außerdem können die Kinder der Förderstufe an Nachmittagsangeboten mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Förderunterricht, Sportspielen und an verschiedenen Wahlangeboten wie z. B. einer Sportgruppe, einer Schulgartengruppe, einer Computergruppe, einer Theater- bzw. Singspielgruppe und einer Kochgruppe teilnehmen (vgl. auch Nachmittagsangebote).
Stundenplan eines 5.Schuljahres ( Beispiel) :
Zeit |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
7.45 - 8.30 |
Klassenstunde |
Förderunterricht |
Deutsch |
Mathematik |
Rel/Eth |
8.35 - 9.20 |
Mathematik |
Englisch |
Englisch |
Mathematik |
Mathematik |
9.35 - 10.20 |
Deutsch |
Gesellschaftslehre |
Kunst |
Sport |
Englisch |
10.25 - 11.10 |
Deutsch |
Gesellschaftslehre |
Kunst |
Sport |
Englisch |
11.25 - 12.10 |
Musik |
Deutsch |
Biologie |
Englisch |
Deutsch |
12.10 - 13.00 |
Musik |
Rel/Eth |
Biologie |
Musik |
Gesellschaftsl |
13.00- 13.45 |
Mittagspause* |
13.45 - 14.45 |
Hausaufgabenbetreuung*
Förderunterricht DaZ, LRS |
13.45 - 15.00 |
Experimente in Bio und Physik für die naturwissenschaftliche Klasse
Musikunterricht für die Musikklasse
Schnupperkurs in der 2. Fremdsprache im 2. Halbjahr |
14.45 - 16.00 |
Sport und Spiele bzw. Wahlangebote * |
|
*=freiwillige Unterrichts- oder Betreuungsangebote |
Stundenplanbeispiel für den Nachmittagsunterricht / Mittagsbetreuung
Die Fächer Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte sind in dem Fach Gesellschaftslehre zusammengefasst.
In den 5. Klassen wird der Sportunterricht zeitweise als Schwimmunterricht durchgeführt (dann 3-stündig).
In Deutsch wird bereits zu Beginn des 5. Schuljahres ein Förderkurs eingerichtet.
Die äußere Differenzierung, d.h. eine Einteilung nach Leistungsvermögen in Kursen, greift erst im 6. Schuljahr, und zwar durch Kursbildung in den Fächern Englisch und in Mathematik (A, B, C-Kurse); in diesen Fächern werden außerdem zusätzlich noch Förderkurse angeboten.
Über das bestehende Angebot hinaus werden alle Kinder in der 6. Klasse in die Arbeit mit dem Computer eingeführt (Computerführerschein) und erhalten in einer weiteren zusätzlichen Unterrichtsstunde einen verstärkten Leseunterricht.

Die Räumlichkeiten der Förderstufe befinden sich an der Ricarda-Huch-Schule im frisch renovierten freundlichen Altbau der ehemaligen Schillerschule, dem sogenannten Haus B, in der Schillerstraße.
Auch dort verfügt die Schule über Computerräume und einen "Schreibwerkstatt-Raum", in denen mit einzelnen Kindern und/oder in Kleingruppen an besonderen Arbeitsmaterialien eigenständiges und differenziertes Lernen mit verschiedensten Medien (Nachschlagewerke, Lernspiele, besondere Rechtschreibprogramme, audiovisuelle Materialien, interaktive Computerprogramme u.ä.m.) geübt werden kann.
Wir sind stets bemüht, zu den Erziehungsberechtigten einen engen Kontakt herzustellen und aufrechtzuerhalten, um zusammen mit den Eltern rechtzeitig vor dem Abschluss der Förderstufe über die anstehende Schulzweigwahl zu beraten, damit die weitere Schullaufbahn der Kinder verantwortlich und angemessen vorbereitet werden kann. |
|
Deshalb werden bereits gegen Ende des 1. Halbjahres der 5. und 6. Klasse eingehende Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten geführt.
Darüber hinaus arbeiten wir seit Jahren sehr eng und erfolgreich mit den Förder- und Beratungszentren der Helmut v. Bracken und Albert Schweitzer Schule in Gießen zusammen und gewährleisten durch diese Koperation die notwendige Unterstützung von Kindern mit Erziehungshilfe oder Lernhilfebedarf.

|